3D-Druck

PolyJet (PJ)

  • Anlagenbauraum 350 x 350 x 200 mm
  • Schichtstärke 0,016 mm
  • Durchlaufzeit 3-5 Werktage

PolyJet/MultiJet-Technologie

Als Chuck Hall 1984 den weltweit ersten 3D-Drucker baute, erahnte noch niemand das gigantische Potential dieser neuen Technik. Neben den etablierten Technologien wie Stereolithografie, Selective Laser Sintering und Fused Deposition Modeling entwickeln die beiden größten Systemhersteller auf dem Markt für 3D-Druck, Stratasys und 3D Systems, neue proprietäre Technologien.

Beim PolyJet und MultiJet-basierten 3D-Druck werden aus bis zu acht Druckköpfen mit mehreren linear angeordneten Düsen besonders feine flüssige Photopolymer-Acrylharz-Tröpfchen in ultradünnen Schichten von bis zu 0,016 mm auf eine Bauplattform gejettet (vgl. 2D-Tintenstrahldrucker). Durch die geringe Größe der Tröpfchen können auch sehr feine Details dargestellt werden. Die Druckköpfe bewegen sich entlang der X- und Y-Achse und tragen das Modellmaterial sowie das Stützmaterial mit einer Auflösung von 600 x 600 dpi auf die Bauplattform auf. In der Z-Achse beträgt die Auflösung je nach PolyJet-System und Druckmodus 900 bzw. 1600 dpi. Jede Schicht wird durch an den Druckköpfen angebrachte UV-Lampen vollständig ausgehärtet.

Die Technologie steht im Wettbewerb zur Stereolithographie im HR-Modus (high Resolution). Abhängig von der Bauteilegeometrie entscheiden wir uns für diese Drucktechnik oder für die Stereolithografie Technik. Größter Vorteil der Objet-Drucktechnik ist die rasche Verfügbarkeit der Modelle. So ist es möglich, innerhalb weniger Stunden verfügbare Modelle herzustellen.

Um Überhänge fertigen zu können, sind Stützkonstruktionen nötig. Dazu ist der Einsatz eines Modellwerkstoffes und eines speziellen Stützstoffes notwendig. Die während der Fertigung erforderliche Stützgeometrie kann anschließend mit geringem Aufwand durch Auswaschen entfernt werden.