Spritzgussteile wie in Serie, nur viel schneller
Wenn 3D-Druck an funktionale Grenzen stößt und gleichzeitig keine Zeit oder kein Budget für klassische Serienwerkzeuge bleibt, sind Spritzguss-Prototypen die wirtschaftlich und technisch sinnvolle Lösung.
Durch den Einsatz von Rapid Tooling – Werkzeugeinsätze aus Aluminium oder Stahl – lassen sich funktionsfähige Spritzgussteile innerhalb kurzer Zeit realisieren, in vielen Fällen bereits ab wenigen Werktagen.
Prototypenwerkzeuge für den Kunststoff-Spritzguss
Im Vergleich zu gehärteten Stahlwerkzeugen für die Serie sind diese Werkzeugkonzepte deutlich schneller verfügbar und je nach Projektumfang signifikant kostengünstiger – bei gleichzeitig hoher Maßhaltigkeit und Prozesssicherheit.
Das ermöglicht Ihnen:
➜ Kurze Lieferzeiten für schnelle Tests und verkürzte Entwicklungszyklen
➜ Bis zu 70 % geringere Werkzeugkosten im Vergleich zu Serienwerkzeugen
➜ Serienidentische Kunststoffe (z. B. ABS, PA6, PA6 GF30, PC, PK GF30, TPE)
➜ Absicherung der Serienreife und fundierte Entscheidungsgrundlage für Werkzeugauslegung und Serienanlauf
➜ Funktions- und Belastungstests unter realitätsnahen Serienbedingungen
➜ Bewertung von Optik, Haptik und Bauteilverhalten
➜ Machbarkeitsanalyse für den Spritzgussprozess
➜ Vorbereitung und Unterstützung von Zulassungen
Prototypen aus Kunststoff genau passend für Ihre Anforderungen
Spritzguss-Prototypen verbinden damit Geschwindigkeit, Wirtschaftlichkeit und technische Aussagekraft – und schließen die Lücke zwischen additiven Verfahren oder dem Vakuumguss und der Serienfertigung.
Ihre Vorteile
Schnell, vielseitig und erfahren: Wir verbinden umfassende Fertigungskompetenz mit über 9 Jahren Erfahrung in der Produktentwicklung für innovative Unternehmen weltweit.
ab 1
Woche
Lieferzeit
Vom Datensatz bis zum fertigen Bauteil – schnell, präzise und terminsicher umgesetzt.
9
Jahre
Erfahrung
Fundiertes Know-how aus nahezu einem Jahrzehnt Entwicklung und Fertigung.
mehr als
2.500
Realisierte Projekte
Erfolgreich umgesetzt für Kunden aus Automotive, Elektrotechnik, Maschinenbau und Medizin.
1 –
100.000+
Stückzahlen
Vom Einzelteil über Vor- und Kleinserie bis hin zur Serie flexibel skalierbar.
Lösungsdetails
Spritzguss Prototypen: Einzelteil oder ganze Baugruppe?
SERIENMATERIALIEN
ABS, PP, PA, PC, POM, TPE, PEEK, PK. Alle gängigen Kunststoffe – abgestimmt auf die spätere Serienanwendung.
RAPID TOOLING
Schlanke und wirtschaftliche Werkzeugkonzepte für schnellste Durchlaufzeiten. Kostengünstige und schnelle Werkzeugänderungen.
FUNKTIONSFÄHIGE KUNSTSTOFFBAUTEILE
Von <0,5 g bis >40 kg. Maßhaltig, belastbar und unter realitätsnahen Prozessbedingungen gefertigt. Auf Wunsch inkl. 3D-Scan und 100% Vermessung.
WIRTSCHAFTLICHE ALTERNATIVE ZUM SERIENWERKZEUG
Deutlich geringere Werkzeugkosten und schneller verfügbar als klassische Spritzgusswerkzeuge. Wir sichern Ihre Time-to-Market.
KLARE ENTSCHEIDUNGSGRUNDLAGE
Technisch und wirtschaftlich belastbare Ergebnisse für Entwicklung, Werkzeugauslegung und Serienanlauf.
Fakten zum Prototypen Spritzguss:
➜ Artikelgrößen von <1,0 mm bis >1.800 mm (von Mikroteilen bis zu Stoßfängern von LKW)
➜ 2K-Technologie für Kunststoff-Kombinationen (z.B. Hart- und Weichkomponenten) möglich
➜ Kombination mehrerer Komponenten zu Baugruppen möglich (inkl. Einleger, Gewindeeinsätze etc.)
➜ Hochkomplexe Hybridbauteile und Insert- & Outserttechnik (z.B. Stanzgitter, Steckkontakte, Stromschienen oder Bleche)
➜ Hinterschnitte problemlos und günstig realisierbar über Losteile oder einfache Schieber
➜ Wandstärken <0,5 mm auch bei technischen Kunststoffen umsetzbar
EBERT beschleunigt Ihre Kunststoff-Entwicklung
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Häufig gestellte Fragen zu Spritzguss-Prototypen
Wann lohnt sich ein Spritzguss-Prototyp, wie schnell können erste Bauteile geliefert werden und welche Originalmaterialien stehen zur Verfügung? Hier beantworten wir die wichtigsten Fragen zu Werkzeugkonzepten, Stückzahlen, Lieferzeiten und Kosten.
Sie planen Spritzguss-Prototypen, eine Vorserie oder den anschließenden Übergang in die Kleinserie? Sprechen Sie mit unseren Technikern über Ihr Bauteil, die benötigte Stückzahl und den geplanten Liefertermin. Wir entwickeln daraus den technisch und wirtschaftlich passenden Fertigungsweg.
Kontakt aufnehmenSpritzguss-Prototypen sind funktionsfähige Kunststoffbauteile, die im realen Spritzgussprozess aus dem vorgesehenen Originalmaterial hergestellt werden. Dafür kommen speziell auf Prototypen, Vorserien und kleinere Stückzahlen ausgelegte Werkzeuge (Rapid Tooling) zum Einsatz. Die Bauteile eignen sich unter anderem für Einbauversuche, Funktionsprüfungen, Validierungen, Feldtests und erste Produktserien.
Rapid ToolingPrototypenspritzguss ist sinnvoll, wenn Materialeigenschaften, Oberflächen, Maßhaltigkeit und Bauteilverhalten möglichst nah an der späteren Serie liegen müssen. Das Verfahren eignet sich außerdem, wenn nach den ersten Mustern weitere Bauteile, eine Vorserie oder eine Kleinserie benötigt werden. Dadurch kann dasselbe Werkzeugkonzept häufig über mehrere Projektphasen hinweg genutzt werden.
Abhängig von Bauteilgeometrie, Werkzeugkomplexität, Material und Prüfumfang können erste Spritzgussteile häufig innerhalb von 2 bis 4 Wochen bereitgestellt werden. Wenn es terminlich besonders kritisch ist, prüfen wir eine priorisierte Express-Umsetzung mit ersten Bauteilen ab etwa 3-5 Arbeitstagen. Den belastbaren Liefertermin erhalten Sie nach der technischen Prüfung Ihrer 3D-Daten und Anforderungen.
Prototypenwerkzeuge können bereits für wenige Musterteile sinnvoll sein, wenn das Bauteil im späteren Originalmaterial geprüft werden muss. Typische Bedarfe reichen von einzelnen Erstmusterteilen über 10, 50 oder 100 Bauteile bis zu mehreren hundert Teilen für Vorserien, Feldtests und Kleinserien. Entscheidend sind neben der Stückzahl auch Material, Geometrie, Qualitätsanforderung und der geplante Folgebedarf.
Spritzguss-Prototypen können aus zahlreichen serienüblichen Thermoplasten und Elastomeren hergestellt werden. Dazu zählen beispielsweise ABS, PC, PC/ABS, PA, POM, PP, PE, PMMA, PBT, PPS, PEEK und TPU. Ebenso sind glasfaserverstärkte Kunststoffe sowie projektabhängig 2K-, LSR- und Hochtemperaturanwendungen möglich. Die konkrete Materialfreigabe erfolgt anhand der Bauteil- und Einsatzanforderungen.
EBERT wählt das Werkzeugkonzept passend zu Bauteil, Stückzahl, Qualitätsanforderung und Projektzeitplan. Möglich sind unter anderem:
- Additiv gefertigte Formeinsätze aus Kunststoff oder Aluminium für besonders schnelle erste Bauteile
- HSC-gefräste Formeinsätze aus Aluminium oder Stahl
- gefräste und erodierte Werkzeugeinsätze für komplexere Geometrien und höhere Anforderungen
- Formeinsätze mit Losteilen, Schiebern, Auswerferpaketen oder Heißkanalanbindung,
- vollständige Aluminium- oder Stahlwerkzeuge für wachsende Stückzahlen.
Dabei verfolgen wir gemeinsam mit Ihnen nur den Werkzeugumfang, der für das jeweilige Projekt tatsächlich erforderlich ist.
Beim 3D-Druck entsteht das Bauteil schichtweise und meist ohne Werkzeug. Das ermöglicht sehr schnelle Geometrie- und Einbauprüfungen bei kleinen Stückzahlen. Spritzguss-Prototypen entstehen dagegen im realen Spritzgussprozess und können aus dem späteren Serienmaterial gefertigt werden. Dadurch sind sie besonders für Materialprüfungen, Belastungstests, Oberflächenbewertungen und serienähere Funktionsprüfungen geeignet.
Beim Vakuumguss werden Bauteile in einer Silikonform aus Polyurethan-Gießharzen hergestellt. Das Verfahren eignet sich besonders für optisch hochwertige Kleinmengen und serienähnliche Modelle und bietet schon den Vorteil von einem gegossenen Materialgefüge. Beim Prototypen-Spritzguss mit Rapid Tooling kommen dagegen echte thermoplastische Originalmaterialien und ein Spritzgusswerkzeug zum Einsatz. Deshalb ist Spritzguss meist die bessere Wahl, wenn Materialverhalten, Wiederholbarkeit oder ein späterer Übergang in die Kleinserie entscheidend sind.
Das umsetzbare Spektrum reicht von sehr kleinen Präzisionsbauteilen mit einem Teilegewicht von unter 0,5 Gramm bis zu großformatigen Kunststoffteilen mit mehr als 40 Kilogramm. Also von Mikroteilen bis hin zu LKW-Stoßfängern. Die konkrete Machbarkeit hängt von Bauteilabmessungen, Schussgewicht, Material, Werkzeugkonzept und benötigter Maschinengröße ab.
Die erreichbaren Spritzguss-Toleranzen hängen von Kunststoff, Bauteilgeometrie, Wandstärken, Materialschwindung und Werkzeugkonzept ab. Allgemeine Maßtoleranzen können nach DIN ISO 20457 definiert werden. Kritische Funktions-, Montage- und Dichtmaße prüfen wir anhand der technischen Zeichnung. Bei hohen Anforderungen können die ersten Spritzgussteile vermessen und die Formeinsätze anschließend gezielt korrigiert werden.
Ja. Komplexe Spritzguss-Prototypen mit Hinterschneidungen, Durchbrüchen, Rippen, Domen oder Schnapphaken lassen sich durch Schieber, Losteile und Formeinsätze realisieren. Auch Gewindeeinsätze, Buchsen, Kontakte und weitere Metallteile können direkt umspritzt oder anschließend montiert werden. Trennebene, Entformung, Anspritzung und kritische Funktionsbereiche werden bereits vor dem Werkzeugbau geprüft.